Unser Teutoburger Wald/Egge
Irrsinn einer Nationalparkplanung!!!
Wir, als Befürworter eines ausgewogenen Naturschutzes im Teutoburger Wald, begrüßen die Bürger der Kreise Lippe, Paderborn und Höxter. Unser Anliegen ist es, Ihnen im Herzen unserer wunderschönen Region aufzuzeigen, wie man nachhaltigen Umweltschutz nicht macht.
Soll der Teutoburger Wald/Egge Nationalpark werden?
Obwohl bereits teilweise vielfach geschützt, Landschaftsschutzgebiet, FFH Gebiet, Naturschutzgebiet, sollen wesentliche Flächen des Teutoburger Wald, zum Nationalpark gemacht werden. Da das noch nicht ausreicht, sollen gleich noch die Senne und Teile des Eggegebirges zum Nationalpark werden.
Was spricht gegen diese Idee?
1) Der Teutoburger Wald und die Egge ist bereits Naturpark und in einem sehr guten ökologischen und ökonomischen Zustand, der nicht gefährdet ist.
2) Der geplante Nationalpark erreicht mit ca. 8650 ha nicht die gesetzliche Mindestgröße. Durch Herausnahme von Flächen, die im Privateigentum stehen, verringert sich das zu schützende Gebiet wesentlich.
3) Die geographische Form des geplanten Nationalparks (lang und schmal) lässt keine großflächigen Kernzonen zu. Er ist von vier Straßen durchschnitten, darunter die stark befahrene und durch hohe Zäune abgesicherte B1n. Ein Queren dieser Straße ist für Tiere, ohne den Bau von mehreren Grünbrücken, schwer möglich.
4) Durch eine weitergehende touristische Erschließung kann der Schutzzweck, die Natur soll sich ungestört vom Menschen entwickeln, nicht eingehalten werden.
5) Die Region Teutoburger Wald ist schon jetzt, mit 6,5 Millionen Übernachtungen jährlich, die wichtigste Tourismusregion in NRW(vgl. Roland Berger Teil 1 Folie 33).
6) Ein Nationalpark könnte laut Berger-Gutachten die Tourismusbranche fördern. Ein gutes Tourismuskonzept kann das aber ebenso.
7) In einem Nationalpark soll sich die Natur ohne Beeinträchtigung durch den Menschen entwickeln dürfen. Ein Nationalpark bedeutet aber Einschränkungen für den Tourismus.
8) Im Kreis Lippe werden 6,8 % der gesamten Umsätze in der Forst- und Holzwirtschaft erwirtschaftet. Dies ist viermal höher als der Bundesdurchschnitt (vgl. Roland Berger Teil 1 Folie 62). OWL ist ein europaweit einmaliges Zentrum der Holzindustrie.
9) Der jährliche Umsatz in der Holzwirtschaft beträgt in OWL ca. 6 MRD Euro und in Lippe knapp 1 Mrd. Euro jährlich (Roland Berger Teil 1 Folie 64).
10) Ein Nationalpark Teutoburger Wald/Egge ist ohne uns als Steuerzahler nicht lebensfähig.
Ca. 66.000 Festmeter Holz werden jährlich im geplanten Gebiet eingeschlagen. Ein Nationalpark verbietet den Holzeinschlag.
Das droht:
Einschränkung der Betretungsmöglichkeit. Im National-
park Eifel wurde das Wanderwegenetz um 50 % gekürzt.
Radfahren ist nur auf 20 % des ursprünglichen Wegenetzes
erlaubt. Das Betreten des Waldes abseits der Wege ist
ebenso verboten, wie Veranstaltungen jeder Art.
Verlust von bis zu 1800 Arbeitsplätzen (vorsichtige
Einschätzung)
Verbot der Brennholzgewinnung
Verbot des Sammelns von Beeren und Pilzen
Vermögensverlust von bis zu 115 Mio. Euro für uns in NRW
Wegfall von Einnahmen des Landesbetriebes aus Forst und
Jagd in Höhe von 3 Mio. Euro jährlich
Jährliche Betriebskostenzuschüsse für den Nationalpark von
4 - 6 Mio. Euro (wie NP Eifel) durch Steuergelder
Was uns besonders empört:
1) Ein funktionierender und wichtiger Wirtschaftszweig wird für einen Nationalpark geopfert, obwohl der wirtschaftliche Erfolg eines Nationalparks in keiner Weise bewiesen ist.
2) Jahrelang wurden die Bürger aufgefordert ihren Energieverbrauch mit nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Tausende heizen mit Holz, dass sie aus dem Teutoburger Wald beziehen. Dieses Holzsammeln wird ihnen in einem Nationalpark verboten.
3) Stuttgart 21 hat gezeigt, dass man große Maßnahmen nicht mehr über die Köpfe der Bürger umsetzen darf. Eine öffentliche Diskussion über den Nationalpark ist wichtig. Es dürfen im Schnellverfahren keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden. Bislang sind wir Bürger in die Planung nicht einbezogen worden.
Warum informieren wir Sie?
Jeder, der Ihnen heute erzählt, ein Nationalpark Teutoburger Wald, sei unter wirtschaftlichen und Umweltschutzgesichtspunkten die richtige Lösung, macht Ihnen etwas vor, Die Einrichtung eines Nationalparks im Teutoburger Wald ist Ettikettenschwindel. Der wirtschaftliche Schaden eines Nationalparks Teutoburger Wald ist keiner Generation aufzubürden.
Die längst überfällige Neuausrichtung der lippischen Tourismusbranche, darf nicht von der Schaffung eines Nationalparks abhängig gemacht werden.
Umfassender Naturschutz und gleichzeitige wirtschaftliche Nutzung des Waldes ist durch nachhaltige Holzbewirtschaftung im Rahmen des naturnahen Waldbaues für den Teutoburger Wald und den Tourismus der bessere Weg!
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Der Kampf für den richtigen Naturschutz in unserer Region, der die Naturschutz-, Bürger- und Wirtschaftsinteressen gleichermaßen berücksichtigt, kostet Geld.
Die Bürgerbewegung ist, wie jede andere Bewegung auch, auf Spendengelder angewiesen.
Wollen Sie den Kampf für einen guten und richtigen Naturschutz in unserer Region durch Ihre Spende finanziell unterstützen, ist dieses durch eine Überweisung/Einzahlung auf folgendes Konto möglich:
Bank: Volksbank Schlangen
KNR: 102282600
BLZ: 400 692 83
Verantwortlich: Bürgerbewegung “Unser Teutoburger Wald – Kein Nationalpark in Lippe”
Vorsitzender: Jürgen Ruth, Janhnstr. 2, 33189 Schlangen.
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